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Die Familie der DOC Lambruso-Weine
Lambrusco Grasparossa di Castelvetro
Die
Rebe, aus der man diesen Wein herstellt, heißt Lambrusco
Grasparossa.
Diese Rebe hat keine besonders üppige Vegetation, aber
sie hat eine charakteristische Besonderheit: Im Herbst färbt
sich nicht nur das Laub rot, sondern auch Traubenkamm und
Beerenstielchen.
Das Produktionsreglement dieses Weins sieht vor, dass man
im Winzerbetrieb neben den Reben des Lambruscos Grasparossa
auch andere Reben von Lambrusco und Fortana pflanzen kann,
die vor Ort Uva dOro (goldene Traube) genannt
werden, aber nur in bescheidenen Prozentwerten. Man darf daher
behaupten, dass dieser Wein im wesentlichen nur aus der gleichnamigen
Rebe entsteht.
Die Traube ist spärlich mit Beeren behaftet und kegelförmig,
mittlerer Länge, mit runden Beeren dunkelblauer oder
fast schwarzer Farbe, bereift, mit dicker Beerenhülse,
durchschnittlich saftigem Fruchtfleisch, das süß
und leicht säuerlich ist.
Die Rebe Lambrusco Grasparossa eignet sich wegen ihrer nicht
übermäßigen Kraft zum Anbau im bescheidenen
Ausmaß, wobei sie aber auch auf ärmeren Böden
gedeiht, wie in en Ausläufern des Modenaer Apennins.
Sie verträgt relativ gut ungünstige Bedingungen,
auch klimatischer Art, und reift ziemlich spät, nachdem
sie auch die letzten Strahlen der Herbstsonne aufgenommen
hat (früher wurde bis zum Sankt-Martins-Tag und oft auch
noch später gelesen).
Anbaugebiet und Geologie
ThDie Rebe wächst auf den trockenen Böden der höheren
Ebenenlagen und im Hügelgebiet von Modena, das von Herrenhäusern
und antiken Schlösser dominiert wird, wo der Hintergrund
des Apennins, wo man den Monte Cimone deutlich erkennt, den
Rahmen für eine sanfte Landschaft seltener Schönheit
abgibt.
Vom Gesichtspunkt der Oberflächengesteinskunde kann man
das Gebiet, das dem Produktionsreglement untersteht, in zwei
getrennte Teile gliedern: ein Hügelgebiet und ein anderes,
das am Fuß der Hügel liegt.
Im regelrechten Hügelgebiet sind die Oberflächenböden
wenig wasserdurchlässig, sehr mager und mühsam
zu bestellen, weil sie zum großen Teil aus Sand- oder
Mergelton und aus Schieferton bestehen, in dem Kalkblöcke
jeder Größe vorhanden sein.
Hier bietet der Lambrusco Grasparossa einen zwar nicht reichlichen
Ertrag, aber mit guter Qualität und sehr markanten Eigenschaften.
Am Fuß der Hügelkette bestehen die Böden dagegen
aus Schlamm und schlammigem Sand auf Kiesuntergrund, so dass
sie gut wasserdurchlässig sind.
Auf diesen Böden bietet der Lambrusco Grasparossa einen
reicheren Ertrag, aber mit Eigenschaften, die sich nicht stark
von dem im Hügelgebiet angebauten Lambrusco unterschieden.
Es ist auch erwähnenswert, dass diese bodenständige
Rebe aus dem Hügelgebiet, wo sie entstand, im Laufe der
Geschichte in das Gebiet am Hügelrand herunterwanderte,
wo ein besonderes Mikroklima und ein besonderer Boden vorliegt,
während sie jedoch weiter unten in der Tiefebene nie
Wurzeln schlug.
Organoleptische Eigenschaften
Wein mit intensiv rubinroter Farbe, mit violetten Reflexen
und unbeständigem Schaum mit Rändern der gleichen
Farbtönung, mit weinigen, intensivem, fruchtigem, komplexem
Bouquet, das auch an den Duft von Weintrauben erinnert.
Nach Agazzotti verbreitet er einen angenehmen Duft nach
Pfirsichkernen".
Der Geschmack ist wohlmundend, harmonisch, angenehm weinig,
mit ausgewogenem Säuergehalt, leicht fruchtig, mit einem
angenehmen bitteren Nachgeschmack, der herbe Wein ist ein
vollmundiger Wein, der (überraschenderweise!) gut strukturiert
ist: Unter den Sorten des Lambruscos DOC ist es der Wein mit
dem vollsten Körper. Er eignet sich hervorragend zu ersten
Gängen, die mit Fleisch angerichtet werden, zu Nudelaufläufen,
Braten, Wurstwaren, Käse, auch fermentiert, und im allgemeinen
zu den traditionellen ersten Gängen der emilianischen
Küche. Die liebliche Version hat einen intensiven Duft,
der markant fruchtig, duftend und weinig ist. Er ist lieblich,
harmonisch und sehr angenehm. Ideal als Aperitif, bestens
zum Begleiten von Backwaren und den typischen Süßigkeiten
von Modena geeignet.
Eigenschaften des weins
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